Fragen und Antworten

ZUR PFLANZENSCHUTZMITTEL RÜCKNAHME UND ENTSORGUNG (PRE)

1.

Welche Pflanzenschutzmittel (= PSM) werden zurückgenommen?

Alle PSM (unabhängig vom Hersteller), die unbrauchbar sind, z. B. PSM, deren Anwendung in Deutschland verboten ist, PSM, deren Zulassung abgelaufen und deren Aufbrauchfrist beendet ist oder PSM, die aus anderen Gründen (Frost usw.) nicht mehr anwendbar sind. Auch andere Chemikalien aus der Landwirtschaft, wie Reinigungsmittel, Öle, Dünger, Farben usw. sowie Spritzgerätefilter, Spritzdüsen und nicht mehr verwendbares gebeiztes Saatgut können bei Bedarf abgegeben werden.

2.

Welche Menge kann maximal abgegeben werden?

Grundsätzlich gibt es keine Mengenbegrenzung. Die eingesetzten Sonderabfalltransporter können aber nur maximal eine Tonne pro Anlieferer annehmen. Bei Bedarf an einer Abgabe von mehr als einer Tonne PSM/Chemikalien aus der Landwirtschaft ist mit der Fa. RIGK GmbH, Wiesbaden, eine individuelle Vereinbarung über Abholung und Entsorgung unter der Hotline 0800 3086001 zu treffen.

3.

Wo und wann können die PSM angeliefert werden?

Termine, Sammelstellen und Anlieferzeiten finden Sie hier in der Übersicht.

4.

Was ist zu tun, wenn eine Sammelstelle für den Anlieferer nicht erreichbar ist oder akuter Entsorgungsbedarf besteht?

Der Anlieferer nimmt mit der Fa. RIGK GmbH, Wiesbaden, unter der Hotline
0800 3086001 Kontakt auf, die eine individuelle Beratung vornimmt.

5.

Was ist bei der Anlieferung zu beachten?

Die PSM müssen in einem dichten und verschlossenen Behälter angeliefert werden.

  • Optimal eignet sich das Originalgebinde mit Originalverschluss. Dieses sollte noch mit dem Etikett des Original-PSM, das sich noch unvermischt mit anderen Chemikalien in dem Originalgebinde befindet, versehen sein.
  • In allen übrigen Fällen sollte die Anlieferung in einer flüssigkeitsdichten Umverpackung, die Chemikalien standhält, erfolgen.

6.

Was ist bei der Zusammenstellung der Mittel zu beachten?

PSM, die folgende Stoffe beinhalten, müssen aus technischen Gründen für die Anlieferung bei den Sonderabfall-Verbrennungsanlagen getrennt angeliefert werden:

  • Quecksilber, Arsen, Phosphide

7.

Benötigt der Anlieferer eine abfallrechtliche Erzeuger-Nummer oder eine Anzeige nach § 53 KrW zur Beförderung von Abfällen?

Dies ist vom Anlieferer in eigener Verantwortung zu ermitteln. Beispielsweise benötigt ein Landwirt, der weniger als zwei Tonnen gefährlichen Abfall pro Jahr produziert/befördert keine Erzeuger-Nummer oder Anzeige. Weitere Informationen sind hier abrufbar.

8.

Wer ist für den Transport zur Sammelstelle verantwortlich?

Der Anlieferer ist für die ordnungsgemäße Ladungssicherung und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. PRE übernimmt die Verantwortung für die angelieferten PSM mit deren Annahme an der Sammelstelle.

Ein Transportpapier nach § 16b NachweisV ist hier abrufbar.

9.

Was kostet die Rückgabe?

Die Abgabe kostet 2,95 € /kg PSM zzgl. MwSt. (quecksilberhaltige Pflanzenschutzmittel 4,50 €/kg zzgl. MwSt.)

10.

Wie wird bezahlt?

Die Bezahlung erfolgt ausschließlich per Rechnungsstellung.
Achten Sie beim Ausfüllen des Übernahmescheins darauf, dass Sie einen Ansprechpartner beim Rechnungsempfänger benennen.

11.

Erhält der Abgeber einen Nachweis?

Der Abgeber erhält den ORIGINAL-Übernahmeschein, der auch als abfallrechtlicher Nachweis dient.

12.

Wie werden die PSM entsorgt?

Die PSM werden nach der Sammlung in dafür genehmigten Sonderabfall-Verbrennungs- oder Behandlungsanlagen verbracht und dort entsorgt.

Unter der kostenlosen Hotline

0800 3086001


stehen montags bis freitags, 9 bis 17 Uhr, Experten der Fa. RIGK GmbH für sämtliche Fragen zur PSM-Rückgabe über das PRE-System zur Verfügung.