Abgelaufene Pflanzenschutzmittel, nicht mehr zugelassene Produkte oder andere unbrauchbare Agrarchemikalien gehören nicht in den Hausmüll und dürfen nicht unkontrolliert gelagert werden. Das PRE®-SYSTEM bietet dafür eine sichere Rücknahmemöglichkeit. Im November 2026 stehen bundesweit insgesamt sieben Sammeltermine an.
Was tun mit Pflanzenschutzmitteln, die nicht mehr eingesetzt werden dürfen oder können? Auf landwirtschaftlichen Betrieben und bei anderen Anwendern können sich im Laufe der Zeit solche Altbestände ansammeln. Gründe dafür gibt es verschiedene: Zulassungen laufen aus, Aufbrauchfristen enden oder Produkte sind aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht mehr verwendbar. Entscheidend ist dann eine sichere und fachgerechte Entsorgung.
Genau hier setzt das PRE®-SYSTEM (Pflanzenschutzmittel Rücknahme und Entsorgung) an. Die Initiative des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) wird in Kooperation mit RIGK organisiert und ermöglicht gewerblichen wie privaten Anwendern, unbrauchbare Pflanzenschutzmittel und weitere Agrarchemikalien kontrolliert abzugeben.
Auch 2026 organisiert PRE® wieder bundesweite Sammelaktionen. Die ersten beiden Termine fanden bereits am 3. November in Loßburg und Augsburg statt.
Bis zum Monatsende folgen fünf weitere Möglichkeiten zur Anlieferung:
Sammelstelle | Adresse | Termin | Anlieferzeit |
Remondis Industrie | Zum Bahnhof 33–39, 31311 Uetze | 11.11.2026 | 8–16 Uhr |
Remondis Industrie | Gewerbegebiet Magdeburgerstr., 39291 Möcken | 11.11.2026 | 8–17 Uhr |
Raiffeisen Waren GmbH | Raiffeisenstr. 30, 61169 Friedberg | 11.11.2026 | 8–15 Uhr |
Becker + Armbrust GmbH | Gewerbering 17, 03099 Kolkwitz | 17.11.2026 | 8–15:30 Uhr |
Remondis Industrie | Steinbrückerstr. 10, 23556 Lübeck | 26.11.2026 | 9–16 Uhr |
Angenommen werden neben unbrauchbaren Pflanzenschutzmitteln auch weitere Agrarchemikalien wie Dünger, Reinigungsmittel, Öle, Farben und Beizen. Darüber hinaus können nicht mehr verwendbares gebeiztes Saatgut sowie Spritzgerätefilter und Spritzendüsen abgegeben werden.
An den Sammelstellen werden die angelieferten Stoffe kontrolliert, verwogen und für die weitere Entsorgung vorbereitet. Anschließend erfolgt der Transport zu zugelassenen Sonderabfallverbrennungs- oder Behandlungsanlagen innerhalb Deutschlands. So stellt PRE® sicher, dass die gesammelten Altbestände kontrolliert und entsprechend den geltenden Anforderungen entsorgt werden.
Die Rücknahmegebühr beträgt 3,40 Euro pro Kilogramm zuzüglich Mehrwertsteuer. Pro Anlieferer können maximal 1.000 Kilogramm abgegeben werden. Für größere Mengen bietet RIGK individuelle Entsorgungslösungen an.
Für eine reibungslose Annahme sollten die Stoffe in dichten und verschlossenen Behältern angeliefert werden. Vorzugsweise sind die Originalgebinde mit Originalverschluss und lesbarem Etikett zu verwenden. Weitere Vorgaben zur Vorbereitung und getrennten Bereitstellung der Stoffe sind vor der Anlieferung zu beachten.
Alle Informationen zu den Annahmebedingungen, den Sammelstellen und Terminen finden Interessierte auf der Website des PRE®-SYSTEMS.
Kontakt RIGK:
Lara Dambeck
Tel.: +49 611 308600-34
Email: ldambeck(at)rigk.de
PRE® ist eine Initiative des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Frankfurt am Main, der die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland vertritt. PRE® ist eine Marke des IVA.
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